Energien freisetzen und Ziele erreichen durch Willensstärke

Regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen, ein neues Ziel  erreichen, sich sozial engagieren … Peter Gerst und Reinhold Stritzelberger, Buchautoren von „Willensstärke – Energien freisetzen und Ziele erreichen“, erklären, wie sich der Wille antrainieren lässt. Ich  verrate Dir sechs Tipp

Wie heißt es so oft: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Oftmals nimmst Du Dir etwas vor und doch scheiterst Du zwei, drei Wochen später. Das Zauberwort heißt: Willensstärke. Dadurch können langersehnte Träume sowie berufliche und private Ziele erreicht werden.

Bei der Willensstärke handelt es sich aber nicht um eine Charaktereigenschaft, vielmehr geht es dabei um Wissen und Fähigkeiten, die sich jeder antrainieren kann. Im Buch „Willensstärke – Energien freisetzen und Ziele erreichen“ gibt es viele hilfreiche Tipps dazu.

 

1. Bootcamp für den Kopf

Mit der Willenskraft verhält es sich wie mit einem Muskel. Wie bei jedem Muskel ermüdet er bei übermäßigem Gebrauch, lässt sich aber auch wie beim Training systematisch aufbauen. Das geht so: Nehme Dir  etwas vor, was Du eigentlich leicht umzusetzen kannst, Dir aber trotzdem schwer fällt: zum Beispiel immer pünktlich zu sein oder nach dem Essen stets das Geschirr abzuräumen. Tipp: Richte Deine ganze Willensenergie darauf aus, dieses einfache Verhalten zwei bis drei Wochen strikt umzusetzen. Die Wirkung: Dein „Willenskraft-Muskel“ wird mit jeder Entscheidung stärker und es fällt Dir immer leichter, auch andere Willenskraft-Entscheidungen zu treffen.

2. Das Ein-Ziel-Erfolgsprinzip

Versuche bitte nicht, gleichzeitig abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören und mehrmals pro Woche Sport zu treiben. In diesem Fall würdest Du Deine Willenskraft auf drei Ziele verteilen. Du würdest also jedes Ziel nur mit 33 Prozent Ihrer Energie angehen. Damit steigt die Gefahr, dass Du keines der Ziele erreichst. Tipp: Richte Deine Willensstärke immer nur auf ein Ziel, um es tatsächlich zu erreichen und sich erst danach das nächste vorzunehmen. Und das Wichtigste, belohne Dich für jedes erreichte Ziel. Auch wenn es noch so klein ist.

3. Spaß haben mit dem inneren Schweinehund

Schimpfe nicht mit Deinem inneren Schweinehund. Dieser ist nicht Dein Feind. Er meint es gut mit Dir. Er will, dass Du leckere Dinge isst und trinkst, dass Du es Dir gemütlich machst und dass es Dir gut geht. Füttern deshalb  Dein inneren Schweinehund mit positiven Gedanken über das Resultat. Tipp: Denke beim Abendspaziergang nicht an das anstrengende Aufstehen, Anziehen und Rausgehen, sondern daran, wie entspannend die Bewegung sein wird, wie gut die frische Luft tut und wie wohl Du Dich danach fühlst.

4. Tief durchatmen

Je stärker wir einer Verführung oder Ablenkung nachgehen, desto schneller verpassen wir den Moment der Entscheidung. Noch ehe unsere Willenskraft dem Ganzen Einhalt gebieten kann, haben wir uns schon das Stück Torte bestellt. Der Ausweg: Sich angewöhnen, vor solchen Handlungen innezuhalten und durchzuatmen. Das mindert unser Verlangen und stellt unseren Organismus zunächst wieder auf Nachdenken und kluges Handeln ein.

5. Einen Plan B in der Tasche haben

Was tust Du, wenn Du wegen Krankheit oder beruflicher Verpflichtungen aus dem Rhythmus kommst und nicht ins Fitness-Studio gehen kannst? Wer keinen Plan B hat, bricht dann meistens ab. Wer allerdings einen vorweisen kann, weiß, wie er die fehlenden Stunden ausgleicht. Mein Vorschlag: Akzeptiere Deinen Ausfall und starte neu durch.

6. Die „jetzt ist sowieso alles egal“-Falle vermeiden

Auch ein trainierter Wille wird irgendwann schwach. Das gehört zur menschlichen Natur. Wenn man also mal etwas tut, was man gar nicht wollte, bringen Selbstvorwürfe gar nichts. Im Gegenteil: Sie stärken unsere Willenskraft nicht, Du schwächst ihn nur. Wir fühlen uns schlecht und suchen Trost – leider häufig genau in dem, was wir vermeiden wollten: Süßigkeiten, Alkohol, Shopping, Internet. Mein Tipp: Freue Dich darauf, es am nächsten Tag wieder besser zu machen.